Beschreibung

Inschriften

Das Denkmal besteht aus drei Steinen mit Inschriften, ergänzt durch einen Karstblock aus der Festung VALMORBIA, auf dem eine italienische 8 cm Granate aufgesetzt ist. Im Sockel des Karstblockes wurden Granatsplitter und Stacheldraht von der Isonzofront eingearbeitet. Danrunter befindet sich ein Metallschild mit der Inschrift: VALMORBIA 1916. Das Denkmal wird von vier Bollern, von denen jeweils zwei mit einer Ankerkette verbunden sind, begrenzt. Auf den beiden vorderen Bollern befindet sich jeweils eine Pflanzenschale.

Stein 1

1914-1918 "Zum Gedenken an die heldenmütigen Telegraphisten Altösterreichs". Gewidmet von der Wiener Telegraphenkompanie Nr.2

Das Emblem auf dem Denkmal ist der "Telegraphistenauszeichnung" der k.u.k. Telegraphentruppe nachempfunden.

Stein 2

1939-1945 Den gefallenen und vermißten Tel-Soldaten des zweiten Weltkrieges

Das Emblem ist der Tel-Blitz der Deutschen Wehrmacht.

Stein 3

Den Tel- und FM-Soldaten der 1. und 2. Republik sowie der B-Gendarmerie gewidmet von der Fernmeldetruppenschule.

Das Emblem ist dem Fernmeldebewährungsabzeichen des Österreichischen Bundesheeres nachempfunden.

Metallschild unter Karstblock: VALMORBIA 1916

Gründung/Aufstellung

1930 1.Stein (Denkmal der gefallen Telegraphisten), Breitenseer-Kaserne

1932 Ergänzungen durch einen Karststeinblock samt Granatblindgänger

1935 Verlegung in die Meidlinger Kaserne

1957 Verlegung in die Franz Ferdinand bzw. heute Starhembergkaserne und Errichtung des 2.Steins (1939-1945 Den gefallenen und vermißten Tel-Soldaten des zweiten Weltkrieges)

1992 Errichtung des 3.Steins (Den Tel- und FM-Soldaten der 1. Und 2. Republik sowie der B-Gendarmerie)

Anmerkung

Die Schaffung des Denkmals geht auf eine Initiative des damaligen Kommandanten der Wiener Telegraphenkompanie Nr.2, Major BITTNER zurück. Er wurde vom Präsidenten des einzigen damals bestehenden Traditionskameradschaftsverbandes, Generalmajor d. Res. BASSI, unterstützt. Die Realisierung lag in den Händen von Hauptmann a.D. LOVREK. Es wurde am 12. Oktober 1930 enthüllt und geweiht.

1932 widmete Oberleutnant d. Res. HÜBL vom Stab des Armeetelegraphenchefs der Isonzofront einen Karststein und einen Granatenblindgänger.

Bei der Renovierung 1992 auf Initiative von ADir i.R. Obst a.D. RgR Prof. Johann PRIKOWITSCH wurde der in der Besatzungszeit verloren gegangene Kalksteinwürfel durch einen Block aus der Festung VALMORBIA und einer italienischen 8 cm sowie durch Granatsplitter und Stacheldraht von der Isonzofront und einem Metallschild mit der Inschrift VALMORBIA 1916 ergänzt. Weiters wurde der Tel.Blitz, der ebenfalls verschwunden war, durch eine Kopie ergänzt. Zusätzlich wurde der 3. Stein errichtet. Auch die Gesamtgestaltung der Steingruppe samt Umkränzung wurde auf den heutigen Stand gebracht.

Quellen

  • Eigene Erinnerungen des Erhebers,
  • Festschrift "35 Jahre Fernmeldetruppenschule" (ADir Mjr. Johann PRIKOWITSCH)
  • FüUSforum/Sonderausgabe 2012 "100 Jahre Starhembergkaserne" daraus "Die Denkmäler der Starhembergkaserne" (Vzlt Herbert KRÖLL und ADir akad.WPäd. Wolfgang MUND MBA)
  • Zeitschrift "Deutsche Nachrichtentruppe Heft 4, April 1939

Größe: 3,00 m x 3,30 m