• Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

Zehner-Kaserne

Standort 
Kasernenstraße 10, 4910 Ried im Innkreis

Geschichte

Erbaut 1936-1937 und nach dem Staatssekretär für Verteidigung, General Wilhelm Zehner (1883-1938) benannt. Die erste Belegung erfolgte durch das Kommando und Teile des Infanterieregimentes 17, das zur OÖ 4. Division gehörte. Nach der Eingliederung in die Deutsche Wehrmacht wurde das Regiment zum Infanterieregiment 135. Im Mai 1945 zogen amerikanische Truppen in die Kaserne, verließen diese jedoch nach knapp einem Jahr in Richtung Wels und Salzburg. In weiterer Folge wurde die Kaserne von Flüchtlingen bewohnt.

1953 wählte Bundeskanzler Ing. Julius Raab die Kaserne für die Wiederbenützung aus. Die geplante Belegung wurde jedoch vom Ungarn-Aufstand im November 1956 unterbrochen und die bereits renovierte Kaserne wurde abermals als Flüchtlingslager zweckentfremdet verwendet - erst 1957 verließen die letzten ungarischen Flüchtlinge die Kaserne. Am 23. Februar 1958, nach wiederholter Renovierung, bezog das Feldjägerbataillon 13 (in der Folge Jägerbataillon 13) in der Kaserne Quartier. Bereits am 1. Oktober 1965, nach erfolgter Umgliederung, wurde aus dem Jägerbataillon 13 das Panzergrenadierbataillon 13, das bis heute zur 4. Panzergrenadierbrigade gehört.

Namensgeber

Der Namensgeber Wilhelm Zehner besuchte das evangelisch-deutsche Untergymnasium in Bistritz (Rumänien) und kam 1898 zur Infanterie-Kadettenschule nach Kamenitz. 1902 wurde er als Kadett-Offizierstellvertreter zum k.u.k. Infanterieregiment 61 in Temeschburg ausgemustert. 1903 wurde er zum Leutnant und 1910 zum Oberleutnant befördert. 1913 erfolgt die Ernennung zum Marineintendant; 1914 wurde er zur Intendanz der 14. Gebirgsbrigade kommandiert, die in Serbien operierte. Nach kurzem Einsatz an der Ostfront wurde Zehner "beim Inspizieren der vereinigten Marschformation der 1. Armee" eingeteilt. Seine Beförderung zum Hauptmann erfolgte am 10. Dezember 1916 beim Infanterieregiment 106. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er noch 1918 in die Volkswehr bzw. das Österreichische Bundesheer übernommen und zum Major befördert. 1920 kommandierte er das Alpenjägerregiment 7 in Linz und 1921 erhielt er den Rang eines Titular-Oberstleutnants beim Kärntner Alpenjägerregiment 11 und kurz darauf den eines Oberstleutnants. Seine Beförderung zum Oberst erfolgte 1921 und ab 1931 diente er als zugeteilter Offizier beim Brigadekommando der 4. Infanteriebrigade, welches er als Kommandant 1933 übernahm.

Bundeskanzler Dollfuß berief ihn am 11. Juli 1934 als Staatssekretär im Verteidigungsministerium in sein Kabinett. Bundeskanzler Schuschnigg beförderte Zehner im November 1934 zum General der Infanterie. Zehner war bis 11. März 1938 (Schuschniggs Rücktritt) maßgeblich an der Modernisierung und technischen Weiterentwicklung des Österreichischen Bundesheeres beteiligt.