• Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

Wallenstein-Kaserne

Standort 
Wiener Straße 360, 2434 Götzendorf

Geschichte

Das Militärlager Sommerein wurde in den Jahren 1939-1941 erbaut und diente bis Kriegsende als Sanitätslager. Bis zum Abschluss des Staatsvertrages war es von sowjetischen Truppenteilen belegt, erst im Dezember 1956 wurde es im Zuge der Ungarnkrise von der Panzertruppenschule unter Emil Spannocchi (dem späteren General der Panzertruppe, Armeekommandanten und Begründer des Raumverteidigungskonzeptes) und einer Panzerkompanie übernommen. Der Kern der späteren 9. Panzergrenadierbrigade - als deren "Gründervater" General Spannocchi gilt - war geboren.

In der Wallensteinkaserne wurden Unterkünfte, Garagen und Werkstätten sowie Ein- und Zweifamilienhäuser für das Kaderpersonal gebaut. 1960 wurde die Panzertruppenschule zur 9. Panzerbrigade, die Panzerjäger-Schulabteilung zum Panzerbataillon 34 umbenannt und die Kompanien im Panzerversorgungsbataillon 9 zusammengefasst. Die erste Aufbauphase war abgeschlossen: Nun standen für das Kaderpersonal bereits 34 Wohnhäuser zur Verfügung, das gesamte Areal war mit rund 40.000 Bäumen bepflanzt worden, was der Kaserne ihr heutiges parkähnliches Erscheinungsbild verleiht.
Die Verbindung zu den umliegenden Stadt- und Marktgemeinden Sommerein, Götzendorf und Mannersdorf sowie zur Bezirkshauptstadt Bruck an der Leitha wurde intensiv ausgebaut, wovon mehrere gestiftete Fahnenbänder Zeugnis geben. Die zum Wohle der Zivilbevölkerung geleisteten Hochwassereinsätze und die tatkräftige Mithilfe bei verschiedenen kommunalen Bauarbeiten dokumentieren das enge und vertrauensvolle Zusammenwirken unserer Soldaten mit den zivilen Behörden und der Bevölkerung der Garnison.

Ab 1963: Die 9. Panzerbrigade war zur 9. Panzergrenadierbrigade unter dem Kommando von Brigadier Nikolaus Chorinsky umbenannt worden - wurde der Ausbau der Kaserne mit weiteren Garagen und Werkstätten und einem Sportplatz zügig fortgesetzt und bereits 1967 der neue Landeskindergarten feierlich eröffnet. Im gleichen Jahr erhielt die Wallensteinkaserne ihren heutigen Namen. Ein weiterer Neubau ermöglichte es ab 1970 zwölf weitere Familien in die Wohnsiedlung zu integrieren. Im Jahr 1972 wurden auch der Sportplatz und das 50 Meter Schwimmbecken fertig gestellt. In diesem Jahr folgte Oberst des Generalstabsdienstes Dr. Johann Tretter dem bisherigen Kommandanten Oberst des Generalstabsdienstes Karl Liko.

Namensgeber

Wallenstein, Albrecht Wenzel Eusebius von, 14.9.1583 Hermanitz (Tschech.Rep.) - 25.2.1634 Eger (ermordet). Politiker und Feldherr im Dreißigjährigen Krieg; 1623 Reichsfürst, 1625 Herzog von Friedland, 1627/28 Fürst von Sagan, 1627/29 Herzog von Mecklenburg; stammte aus dem böhmischen Geschlecht Waldstein. Wallenstein trat 1604 in habsburgische Dienste, unterstützte 1617 Erzherzog Ferdinand (II.) gegen Venedig, blieb im böhmischen Aufstand 1618-20 auf dessen Seite und wurde 1622 Gubernator in Böhmen. Durch Heirat reich geworden, erwarb er große Güter, stellte 1625 auf eigene Kosten ein Heer auf und wurde oberster Befehlshaber aller kaiserlichen Truppen. Im April 1626 schlug er E. Mansfeld bei Dessau, eroberte 1627 Schlesien, drang 1627 bis Jütland vor und vermittelte den Frieden von Lübeck.

1630 erwirkten die deutschen Fürsten in Regensburg seine Absetzung. Nach dem schwedischen Vorstoß unter König Gustav II. Adolf wurde Wallenstein am 13.4.1632 neuerlich mit dem Oberkommando betraut und verdrängte den Schwedenkönig, der am 16.11.1932 in der unentschiedenen Schlacht bei Lützen (Sachsen) fiel, aus Süddeutschland. 1633 wollte Wallenstein aus militärischer Überlegenheit Frieden schließen. Er weigerte sich Bayern zu schützen und verhandelte mit Schweden und Franzosen. Wegen des Misstrauens des Wiener Hofes wollte Wallenstein das Heer durch den Pilsner Schluss an sich binden, wurde aber von Kaiser Ferdinand II. geächtet, abgesetzt und mit seinen engsten Vertrauten in Eger ermordet.

Der Versuch, seinen Verrat nachzuweisen, misslang. Wallenstein war der bedeutendste Feldherr des 30-jährigen Krieges.