• Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

Ostarrichi-Kaserne

Standort 
Schönbichl 36, 3300 Amstetten

Geschichte

Die Bestrebungen der Gemeinde Amstetten Garnisonsstadt zu werden, reichen schon in die Zeit der Monarchie zurück. Allerdings waren diese Bemühungen von wenig Erfolg gezeichnet, da es innerösterreichisch nach damaliger Beurteilung ausreichend Garnisonen gab. Die Stadt wurde im Zuge des 1. Weltkrieges erstmals Garnison als 1916 eine starke Ersatzkompanie des Landwehr - Inf. Regimentes Nr. 25 Quartier bezog, und im Bereich der alten Rennbahn Ausbildung betrieb. Nach ca. eineinhalb Jahren war durch Verlegung dieser Kompanie die Garnisonierung wieder beendet. Weiters wurde in dieser Zeit in den Jahren 1915-1918 in Hart, ostwärts Amstetten, ein Kriegsgefangenenlager für da. 20.000 russische, italienische, serbische, rumänische und montenegrinische Kriegsgefangene betrieben. Der vom Österreichischen Kameradschaftsbund (ÖKB) 1980 revitalisierte Lagerfriedhof erinnert noch heute daran. In der Zwischenkriegszeit kam es zur Bildung eines "Volkswehrbataillons" in Amstetten, das jedoch bald im Hinblick auf die Friedensbestimmungen von St. Germain wieder aufgelöst wurde.

Nach dem "Anschluss" 1938 wurde Amstetten wieder Garnisonsstadt. Die deutsche Heeresverwaltung errichtete 2 Barackenlager, sowie 6 Offiziers- und Unteroffizierswohnhäuser. Während des 2.Weltkrieges waren in der Stadt die Schwere Artillerieabteilung III/AR109, das Landesschützen Bataillon XI/Wehrkreis XVII, das Grenadier Ersatzbataillon II/130 und die Artillerie Ersatz- und Ausbildungs Abteilung 109 stationiert. Weites war Amsttten Sitz eines Teiles des Auffangstabes der Wiener 44. Infanteriedivision (Stalingrad) sowie Durchzugslinie für unzählige Einheiten von und zu den Fronten! Nach dem Staatsvertrag kam es erneut zu Bemühungen um die Gründung einer Garnison. Allerdings vorerst vergeblich.1968 kam es zur Bildung der ersten Milizeinheit - der Sicherungskompanie Haag. 1969 zur Gründung des Sicherungsbataillons Amstetten, in weiterer Folge als Landwehrbataillon 123 bezeichnet. Als in den Siebzigern das Raumverteidigungskonzept Formen annahm, konnte 1978 in Amstetten der Bau der Kaserne im Bereich des Gutes Leithen am Schönbichl südlich des Stadtkernes beschlossen werden. Bereits im April 1982 konnte der erste ET des kürzlich neu gegründeten Landeswehregimentes (LWSR) 35 (1979-1982 in Spratzern disloziert) in die, aufgrund der nahe gelegenen Geburtsstätte Österreichs (Neuhofen/Ybbs, 5 km sw der Kaserne) so benannte, Ostarrichi-Kaserne einrücken.

In den folgenden Jahren wurden durch das LWSR 35 alle im Raumverteidigungskonzept vorgesehenen Maßnahmen in der so wichtigen Schlüsselzone 35 (Amstetten-Ybbs, Donau -, Ybbs -, Erlauftal) vorbereitet. Sowohl die Ausbildung der nötigen Milizverbände als auch das Betreiben und Beüben der Sperrstellungen wurde intensiv und effizient durchgeführt. Mit Ende des kalten Krieges fiel auch das RV-Konzept und das LWSR 35 verlor an Bedeutung und wurde 1994 in das Stabsbataillon (StbB) 3 übergeführt und der (mob) 3. Jägerbrigade (JgBrig) (JgR3 Korneuburg) unterstellt. Im Zuge der Heeresgliederung neu - Strukturanpassung wurde am 1. April 1999 aus dem Stabsbataillon 3 (StbB3) das Jägerbataillon (JgB) 12 unter dem Kommando der 1. Jägerbrigade in Eisenstadt. In dieser Phase unterwarf sich die Garnison Amstetten dem Wandel der Zeit. Aus einem eher territorial agierendem Verband, wurde ein moderner, flexibel einsetzbarer Einsatzverband mit der Fähigkeit zur multinationalen Kooperation. Als bisher letzten Schritt in der Entwicklung der Garnison Amstetten wurde das Jägerbataillon 12 am 1. Oktober 2005 im Rahmen des Management 2010 nach Auflösung der 1. Jägerbrigade der 4. Panzergrenadierbrigade mit Sitz in Linz-Ebelsberg unterstellt.

Truppenkörperabzeichen

Das gestreckte französische Dreiecksschild ist im Grün der Waffengattung Jäger gehalten und goldgelb umrandet. Der obere Teil des Wappenschildes zeigt das Wappen der Stadt Amstetten und symbolisiert die Verbundenheit zur Garnisonsstadt und weist auf die bestehende Parnerschaft hin. Der mittlere Teile trägt rechts die Bezeichnung des Verbandes und links ein StG77 als ein weiteres Symbol der Jägertruppe. Der untere Teil des Wappenschildes stellt einen Mannschaftstransportpanzer dar, mit dem der Verband in Zukunft ausgerüstet werden soll.

Traditionstruppenkörper Landwehrstammregiment 35 des 2. Bundesheeres.

Gedenktag

01.04.1982. Erster Einrückungstermin in der Ostarrichi-Kaserne.

Traditionsmarsch

Ostarrichi-Marsch von Fritz Swoboda.

Partnerschaft

Stadtgemeinde Amstetten seit 29.09.1982; mondi business paper (vormals Neusiedler AG) seit 03.08.1996.