• Sliderbild Gruppenfoto MHDK und FBM
  • Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Sliderbild Enthüllung Gedenktafel "Bernardis-Schmid", 1090 Wien, Wien
  • Sliderbild Enthüllung Gedenktafel "General Spannocchi", 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

Kommandogebäude Fenner-Dankl

Standort 
General Eccher-Straße 2, 6020 Innsbruck

Die Reichenau ist ein Stadtteil im Osten der Tiroler Landeshauptstadt. Im Jahre 1904 wurde der Stadtteil Reichenau in Innsbruck eingemeindet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1288. Im 15. Jahrhundert wurde das Gebiet wahrscheinlich durch Brandrodung urbar gemacht. 1902 kaufte die Stadt Innsbruck das Gebiet. Zwischen 1941 und 1945 bestand hier ein Konzentrationslager. Der ursprüngliche Zweck als Auffanglager für italienische Arbeitkräfte wurde bald geändert. Es wurde ein Arbeitserziehungslager daraus gemacht. Heute erinnert ein Gedenkstein an die Opfer des Lagers Reichenau. Von 1925 bis 1947 befand sich hier der erste Innsbrucker Flughafen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann in der Reichenau eine rege Bautätigkeit, um den Wohnungsmangel nach dem zweiten Weltkrieg zu mildern.

Geschichte und Namensgeber

Im Jahre 1984 wurde der Neubau für das Militärkommando Tirol in der General Eccherstraße im Innsbrucker Stadtteil Reichenau, auf dem Areal der Eugen-Kaserne, bezogen. Weil das Militärkommando Tirol in der verkauften Fenner- bzw. Danklkaserne disloziert war und die Namen Fenner und Dank mit der Geschichte der Landesverteidigung in Tirol auf das Engste verbunden sind, wurde für den Neubau dieser Doppelname gewählt.

Feldmarschalleutnant (FML) Franz Phillip Freiherr Fenner von Fennenberg errichtete im Jahre 1813 das Tiroler Jägerkorps, die Vorgänger der Tiroler Kaiserjäger. 1607 gründete die Witwe Ferdinands II, Anna Katharina, den Orden der Servitinnen. Nachdem Kaiser Josef II. in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts alle ihm unnötig scheinende Klöster säkularisierte, fanden die Behörden eine neue Verwendung. Ins Kloster zogen Soldaten, die Kirche diente als Militärdepot. Diese Gebäude wurden 1844 abgerissen und bis 1849 die "Klosterkaserne" in Innsbruck erbaut. Im Jahre 1967 erfolgte gemäß Verlautbarungsblatt I 200/1967 die Umbenennung in Fenner-Kaserne. 1984 wurde sie an die Stadt Innsbruck verkauft und abgerissen. An ihrer Stelle steht heute die Sozialwissenschaftliche Universität.

Generaloberst Viktor Graf Dankl war von 1915 bis 1916 Landesverteidigungskommandant von Tirol. Dankl, seit 1912 General der Kavallerie, hat seinen hohen Posten mit ebenso viel Pflichtgefühl wie Geschick ausgefüllt. Seine Kenntnisse des Grenzlandes Tirol waren so umfassend, dass er mit der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn im Mai 1915 als der geeignete Mann für die Spitze der Tiroler Landesverteidigung erschien. Zuvor hatte er im 1.Weltkrieg das 1. Armeekorps befehligt und u.a. im August 1914 den Sieg bei Krasnik errungen. Die Danklkaserne diente vor der Errichtung des Kommandogebäudes als Sitz des Militärkommandos Tirol, wurde 1984 verkauft und ist jetzt das Amtsgebäude des Landesschulrates.