• Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Enthüllung Gedenktafel "Bernardis-Schmid", 1090 Wien, Wien
  • Enthüllung Gedenktafel "General Spannocchi", 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

Hiller-Kaserne

Standort 
Wiener Straße 545-549, 4033 Linz-Ebelsberg

Geschichte

Am 26. Oktober 1938 wurde das Gelände zum Bau einer Großkaserne für 6.000 Mann vom Reichsführer SS an die SS-Neubauleitung übergeben. 1939 – 1940 wurde die Kaserne erbaut, jedoch in wesentlich geringerem Umfang als ursprünglich vorgesehen. Eine militärische Nutzung erfolgte jedoch bis nach dem 2. Weltkrieg nicht, weil die unterzubringende Truppe (Ausbildung der Wachmannschaft für KL Mauthausen) bereits im November 1939 an die Front nach Polen verlegt wurde. Die Kaserne wurde im Zuge der Umsiedlungsmaßnahmen von Volksdeutschen, primär aus dem Gebiet der Bukowina als Unterkunft zivil genutzt; im Schnitt waren ständig ca. 700 Personen einquartiert. Auch die Stadt Linz wollte das Areal für kommunale Zwecke erwerben, doch der Kaufpreis von 15 Mio Reichsmark schien überhöht.

1945 bezogen US-Einheiten (41. Panzerbataillon) die Kaserne, die sie vorerst mit den "Buchenlanddeutschen" teilen mussten. Ein Gebäude am Westrand wurde als Schule umgewidmet und Ein Gebäude am Ostrand der Liegenschaft wurde der Firma "Columbus" als Fabrik für die Erzeugung von Eierteigwaren übergeben. 1951 wurde mit Unterstützung der US-Army auf dem Areal die "Gendarmerieschule Linz-Ebelsberg" eingerichtet, die ab 1952 als B-Gendarmerie als Vorläufer des 2.Bundesheeres galt.

1962 wurde das Stabsbataillon 4 aufgestellt, das ab 1964 Panzerstabsbataillon 4 und ab 1979 zum Landwehrstammregiment 42 umbenannt wurde. Heute ist das Kommando/4.Panzergrenadierbrigade, das Panzerstabsbataillon4 und Tle Heerespersonalamt dort untergebracht.

Namensgeber

Der Namensgeber der Hiller-Kaserne ist Feldmarschall Johann Freiherr von Hiller (1754-1819), Oberbefehlshaber des VI. Armeekorps im Heer des Erzherzog Karl 1809 in der Schlacht von Ebelsberg gegen Napoleon.

Hiller wurde mit 15 Jahren Kadett im Infanterieregiment Nr.8 und 1783 zum Leutnant befördert. Als Hauptmann im Warasdiner Grenzregiment nahm er am Türkenkrieg unter Laudon teil, wurde Major und Oberstleutnant und erhielt für die Erstürmung von Novi 1788 den Maria-Theresia-Orden. Seit 1789 war er Oberst und Laudon ernannte ihn 1790 zu seinem Generaladjutanten. Generalmajor seit 1794, kommandierte er ab 1796 eine Brigade der Rheinarmee und nahm bis 1801 in den Niederlanden, Italien und Deutschland am Krieg gegen Frankreich teil.

1805 war er Feldmarschalleutnant und Kommandierender General in Tirol und Voralberg. Beim Ausbruch des Krieges von 1809 führte er das VI. Armeekorps und alle Truppen von Bayern und Oberösterreich am 24. April siegreich in die Schlacht bei Neumarkt (Oberpfalz) gegen Napoleon. Am 3. Mai war er wieder erfolgreich in der Schlacht bei Ebelsberg an der auch die Wiener Landwehr beteiligt war. Nach dem Sieg in der Schlacht bei Aspern (21. und 22. Mai 1809) wurde Hiller zum Feldzeugmeister ernannt.

1814, nach erfolgreichen Einsätzen in ItalienN, wurde er zum kommandierenden General in Siebenbürgen und später in Galizien ernannt, wo er nach längerem Leiden am 5. Juni 1819 in Lemberg verstarb.