• Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Enthüllung Gedenktafel "Bernardis-Schmid", 1090 Wien, Wien
  • Enthüllung Gedenktafel "General Spannocchi", 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

Hackher-Kaserne

Standort 
Kasernstraße 6, 8101 Gratkorn

Geschichte

lm November 1999 übersiedelten die Grazer Teile des Aufklärungsregimentes 1 nach Gratkorn und wurden dart in das Aufklärungsbataillon 1 umgegliedert. lm Folgenden sollen diese Kaserne, ihr Namensgeber sowie die bisher darin stationierten Verbände vorgestellt werden.

Südlich von Gratkorn erstreckt sich entlang der Mur das Gelände der Hackher-Kaserne. Ihren Namen hat die Kaserne vom berühmten k.u.k. Oberst Franz Xaver Edler Hackher zu Hart. Hackher war als Major 1809 Stamkommandant von Graz. Unter seinem Kommando wurde 1809 der Grazer Schloßberg erfolgreich gegen die Franzosen verteidigt. Heute erinnert, neben der nach ihm benannten Kaseme, vor allem der Hackher-Löwe am Grazer Schloßberg an den Oberst.

Das Gelände der Kaserne wurde erstmals im Jahre 1940 von der Deutschen Wehrmacht als Lagerplatz vemendet (Pionier-Wasserübungsplatz Gratkorn) und beherbergte größtenteils Gerät von Pioniereinheiten. lnsgesamt entstanden damals 16 Objekte. Nachdem das Gelände nach dem ll. Weltkrieg für einige Jahre der Steiermärkischen Landesregierung als Betnebsstätte gedient hatte, kam as 1955 in Bundesbesitz. 1962 wurde mit der Planung einer Kaserne begonnen. Vier Jahre später, 1966, begannen die Bauarbeiten. Trotz einiger Verzögerungen bei den Bauarbeiten, unter anderem wegen des Jahrhundert-Hochwassers 1966, konnte die Kaserne 1971 bezogen werden.

Die offizielle Ubergabe erfolgte am 26. Oktober 1971. Die damaligen Baukosten betrugen 55 Millionen Schilling. Doch damit waren die Bauarbeiten in der eben erst bezogenen Kaserne noch lange nicht beendet. Straßen und Grünflächen mussten angelegt werden, eine Tankanlage und ein Wagenwaschplaflz wurden erbaut. Es foIgte die Aufstellung einer Munitionskastenanlage, die Errichtung einer Sportanlage im Osten der Kaserne und der Bau einer Hindernisbahn. Auch die Neugestaltung des Soldatenheims sowie die Erbauung einer Mehrzweckhalle (Lenert Halle) wurde noch in den 70er und frühen 80er Jahren in Angriff genommen. In den Jahren 1984-1985 wurden eine hochmoderne Panzerwerkstätte und von 2000 bis 2002 vier moderne Wartungsboxen für die Kompanien errichtet.

Nun einige Informationen zu den bisher in der Hackher-Kaserne untergebrachten Verbänden: 1971 wurde die Hackher-Kaserne durch die I. Abteilung des
Artillerieregimentes 2 und Teilen des Ausbildungsregimentes 10 belegt. Am 1. Juni 1978 erfolgt die Umbenennung des Artillerieregimentes 2 in Korpsartilleriebataillon 2 (KAB2). Fünf Jahre später erfolgte die Übernahme dieses Verbandes, als Panzerartilleriebataillon 4 (PzAB4), in die 4. Panzergrenadierbrigade. Bereits wenige Monate später, im Februar 1984, trafen die ersten Panzerhaubitzen M109 A2 in Gratkorn ein, die bis zur Auflösung des PmB 4, 1998, in Verwendung standen.

lm November 1998 wurde das Aufklärungsregiment 1 (AufklR 1) aus der Grazer Belgier-Kaserne in die Hackher-Kaserne verlegt. Teile des Personals des PzAB 4 wurden in das AufklR 1 integriert. lm April 1999 wurde das AufklR 1, gemäß der Strukturanpassung der Heeresgliederung 94, in ein Aufklärungsbataillon (AufklB 1) rückgegliedert. Mit 1.Juli 2002 wurde das AufklB 1 der 4. Panzergrenadierbrigade untergestellt. Somit wurde die Hackher-Kaserne Gratkom zum zweiten Mal eine Garnison der 4. Panzergrenadierbataillon.

Namensgeber

Oberst Franz Xaver Ritter und Edler Hackher zu Hart (1764-1837)

Nach Absolvierung seiner Ausbildung an der Genie-Akademie von 1785 bis 1787 wurde Hackher als Unterleutnant ausgemustert und nahm am Türkenkrieg (1787-1792) teil. Nach dessen Ende wurde er zum Oberleutnant, 1796 zum Kapitän im Ingenieurkorps befördert. Auch bei der Belagerung von Mantua zeichnete er sich aus, wurde 1801 zum Hauptmann und 1808 zum Major befördert. Hackher war als Major 1809 Stadtkommandant von Graz.

Seine kluge und tapfere Verteidigung des Grazer Schlossberges im Mai und Juni 1809 gegen die napoleonischen Truppen unter der Führung von Napoleon Bonaparte brachte ihm das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens und bleibenden Ruhm in Graz. Die Franzosen hatten die nur spärlich bemannte und schlecht bewaffnete Festung aus drei, später zwei Stellungen in der Grabenvorstadt und in Geidorf beschossen und in insgesamt sieben Infanterieangriffen vergeblich ihre Eroberung versucht.

Hackher wurde auf Grund seiner heldenhaften Verdienste rund um die Verteidigung des Schlossberges in der Folge 1812 in den Freiherrenstand erhoben und 1813 zum Oberstleutnant befördert.

Am Grazer Schlossberg erinnert noch heute der Hackher-Löwe an seine tapfere Verteidigung gegen Napoleon Bonaparte. Auch bei den folgenden Einsätzen in den Jahren 1813 und 1814 in der Nordarmee des schwedischen Kronprinzen Karl XIV Johann erwarb er sich durch seine außerordentlichen Leistungen hohe Reputation und wurde mit dem schwedischen Schwertorden ausgezeichnet. Später wurde Hackher Direktor des mährischen Fortifikationsdistrikts. Im Jahr 1820 wurde er zum Oberst befördert und Anfang 1826 trat er in den Ruhestand.