• Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

Amtsgebäude Feldmarschall Conrad

Standort 
Köldererstraße 4, 6020 Innsbruck

Pradl ist ein Stadtteil im Osten von Innsbruck, der westlich von der Sill begrenzt wird. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort "pratellim" ab, was soviel wie "kleine Wiese" bedeutet. Pradl gehörte bis 1904 zu Amras und wurde erst ab diesem Zeitpunkt als eigener Stadtteil in Innsbruck eingegliedert. Erstmals erwähnt wurde Pradl schon vor der Gründung Innsbruck, nämlich 1173 in einer Tauschurkunde des Grafen Berthold von Andechs und dem Kloster Dießen in Oberbayern. Die Pradler Straße wurde als Verbindung von Innsbruck mit Schloss Ambras angelegt. Der alte Dorfkern ist noch heute erhalten.

Geschichte

Das heutige Amtsgebäude Feldmarschall Conrad befindet sich in Innsbruck-Pradl und wurde in den Jahren 1908 bis 1909 als Garnisonsspital errichtet. Die feierliche Übergabe der Gebäude an den damaligen Korpsbereich 14 erfolgte im Jahre 1910. Nach dem ersten Weltkrieg erfolgte die Umbenennung in Conrad-Kaserne. 1920 wurde die Kaserne dem Land Tirol für Wohnzwecke übergeben. Beim Aufbau des Bundesheeres der zweiten Republik wurde die Kaserne wieder von der Heeresverwaltung übernommen. Im Jahre 1995 wurde die Conrad-Kaserne in Amtsgebäude Feldmarschall (AG FM) Conrad umbenannt. Das Amtsgebäude beherbergt neben dem Militärspital 2, die Ergänzungsabteilung des Militärkommandos Tirol, die Außenstelle Innsbruck des Heerespersonalamtes, Teile des Kommandos Führungsunterstützung und der Heeresbauverwaltung West, sowie die Militärmusik Tirol. In Anbindung an das Kasernenareal, jedoch mit eigenem Eingang, steht das Gebäude der ortsfesten Stellungskommission Innsbruck.

Namensgeber

Der 1852 in Wien Penzing geborene Franz Conrad von Hötzendorf stammt aus einer österreichischen Offiziersfamilie. Er besuchte die Hainburger Kadettenschule und im Anschluss die Theresianische Militärakademie. Von dort wurde er 1871 als Leutnant zum Feldjägerbataillon 11 ausgemustert. 1877 wurde er dem Generalstab zugeteilt. Mit der 4. Infanterie-Truppendivision nahm er am Feldzug in Bosinien und Herzegowina teil. 1882 war er als Hauptmann an der Bekämpfung eines Aufstandes in Süddalmatien beteiligt. Als Stabschef der 11. Infanterie-Truppendivision begründete er seinen Ruf als großer Innovator, indem er beispielsweise Manöver im Gelände statt Übungen nur am Paradeplatz durchsetzte.

Nach vier Jahren Taktiklehrer an der Kriegsschule in Wien, drei Jahren Bataillonskommandant im 93. Infanterieregiment wurde er als Oberst Kommandant des Infanterieregiments "Kaiser" Nr. 1. Anschließend übernahm er 1899 als Generalmajor die 55. Infanteriebrigade in Triest und von 1903 bis 1906 als Feldmarschallleutnant die 8. Infanterie-Truppendivision in Innsbruck. In der Armee als operativer Denker und auch wegen seiner modernen, kriegsnahen Ausbildungsmethoden bekannt, wurde er 1906 auf Vorschlag seines Freundes, Thronfolger Franz Ferdinand, zum Chef des Generalstabes der gesamten bewaffneten Macht ernannt. 1910 wurde er in den Freiherrenstand erhoben.