• Sliderbild Ehrenhalle mit Ehrenmal ÖBH, Äußeres Burgtor / Österreichisches Heldendenkmal, 1010 Wien, Wien
  • Sliderbild Fresken Außenseite, Amtsgebäude Stiftgasse, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Gedenkstein 1967, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild Gedenkstein zur Hinrichtung ungarischer Widerstandskämpfer, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Stiftskirche, Stiftskirche, 1070 Wien, Wien
  • Sliderbild Denkmal und Gedenkstein, Windisch Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten
  • Sliderbild Gedenkstein Fliegerschule und Fliegerregiment, Fliegerhorst Hinterstoisser, 8740 Zeltweg, Steiermark
  • Sliderbild
  • Sliderbild Gedenkstein Jägerbataillon 26 und der Traditionsvereine, Türk Kaserne, 9800 Spittau an der Drau, Kärnten
  • Sliderbild Soldatenkirche Sel. Engelbert Kolland, Belgier Kaserne, 8052 Graz, Steiermark
  • Sliderbild Militärpfarrkirche des Militärkommandos Wien, Militärkirche St. Johann Nepomuk, 1130 Wien, Wien
  • Sliderbild Erinnerungsdenkmal, Khevenhüller Kaserne, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten

ABC-Abwehrschule

Standort 
Dabsch-Kaserne, Leobendorfer Straße 71, 2100 Korneuburg

Namenspatronin

Pof. Dr. Lise Meitner wurde als Namenspatronin für die ABC-Abwehrschule gewählt, um die Bedeutung der Rolle der Frau für den Wissenschaftsbereich und das österreichische Bundesheer hervorzuheben und um die herausragenden Leistungen der durch die Nazis in die Emigration gezwungenen Österreicher und ihre oft unbedankte Heimatverbundenheit zu würdigen. Durch die Identifikationsfigur Prof. Dr. Lise Meitner sollen sowohl nach innen wie auch nach außen das österreichisches Selbstverständnis, die Verbindung zum Wissenschaftsbereich und der der ABC-Abwehrschule auferlegte, Qualitätsanspruch zur Auftragserfüllung dokumentiert werden.

Elise ("Lise") Meitner wurde am 17. November 1878 in Wien als Tochter eines angesehenen jüdischen Rechtsanwalts geboren. Die jüdische Abstammung bereitete ihr im späteren Nazi-Deutschland große Probleme. Im Jahre 1906 lernte sie Max Planck kennen, der ihr einen Lehrstuhl am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin anbot. Sie nahm das Angebot an und lernte dort 1907 Otto Hahn kennen, mit dem sie die folgenden Jahre zusammenarbeitete. Nach der Besetzung Österreichs durch Deutschland verlor Lise Meitner jedoch ihren "Ausländerstatus" und Otto Hahn und wenige Eingeweihte schmuggelten sie über Holland nach Kopenhagen, um sie vor den Nazis zu schützen.

Am 19. Dezember 1938 gelingt Hahn mit seinem Assistenten Fritz Straßmann zufällig die erste Kernspaltung. Da Hahn und Straßmann das Ergebnis jedoch nicht deuten können, fragen sie die mittlerweile im schwedischen Exil lebende Lise Meitner schriftlich um Rat. Lise Meitner und ihr Neffe Otto Robert Frisch, der auch in Skandinavien lebte, fanden die entsprechende physikalische Erklärung und erbrachten den Beweis, dass bei einer Kernspaltung eine ungeheure Energie frei wird. Es waren die politischen Verhältnisse, die Lise Meitner um die Früchte der langjährigen Zusammenarbeit brachten und Otto Hahn am Ende allein zum Nobelpreisträger machten. Als sie im Jahre 1943 aufgefordert wurde, in die USA zu gehen und den geheimen Atombombenbau mitzubetreiben, lehnte sie ab. Sie setzte sich bis ins hohe Alter für die friedliche Nutzung der Kernenergie ein. Am 27. Oktober 1968 stirbt Lise Meitner in Cambridge.